Traurig

Wir sitzen in einem Strassen-Cafe genießen die Sonne und den ersten Draußen-Espresso des Jahres. 50 Meter weiter spielt ein Straßen-Trio mit Klarinette, Flöte und Fagott gute klassische Musik, sehr angenehm und melodisch, Weisen die mir allesamt nicht unbekannt sind. Ist schön so mit allem. Am Nebentisch zappeln und schnattern 5 Grazien im Alter von 14/16 an der Grenze des erträglichen. Die Musik macht es aber für uns besser verdaulich.

Die Grazien nehmen irgendwann wahr, dass da Musik gespielt wird und fragen gegenseitig in die Runde wie das wohl heißt. Eine fragt Siri und hält das Handy hoch, Siri versagt, eine andere versucht Shazzam, das kann es auch nicht, die Dritte fragt irgendein Google Tool und ich kann den Mund nicht mehr halten.

Das ist Brindisi aus der Oper La Traviata von Guiseppe Verdi sage ich. Ich werde mit großen Augen bestaunt und bekomme noch eine Danke zu hören bis alle etwas etwas verschämt wegschauen. Nur eine Grazie notiert sich auf dem Handy, damit sie den Papa fragen kann ob er das hat erklärt sie. Danach sind die Grazien leiser und hören.

Ist schön so in der Sonne, Espresso vor mir, angenehme Musik. Ruhe.

Unterhaltungsmedien bis Mai

gehört:
Seit 5 Monaten fesselt-nervt mich die Red Rising Serie. Zu einem mag ich unbedingt wissen wie die Geschichte voran schreitet und dann bin ich wieder von der Geschichte genervt, weil ich seit eben der Zeit nichts mehr anderes höre kann/will, ein klassisches “stoss-mich-zieh-mich-syndrom”.

Die 3 Bücher sind jeweils 22 Stunden lang und werden sehr gut vorgelesen, überhaupt nicht anstrengend oder langweilig. Das ich so lange dran hängen bleibe ist dem Umstand geschuldet, dass ich auf der Fahrt vom und zum Büro höre, tagsüber nur wenn ich Musse habe (eher selten, weil irgendwie ist immer Trubel um mich herum), beim einschlafen oder wenn ich zu früh (gerne mal gegen 3 oder 4 Uhr morgens) wach werde. Wobei das für mich eigentlich die beste Zeit zum hören ist, da habe ich Ruhe und schlafe dabei auch gerne mal wieder ein. Das ist dann etwas schwierig zum dem Part zurück zu  gehen, den man noch im Wachzustand mitbekommen hat. 

Zur Geschichte: Es ist eine Science-Fiction-Story mit einer stellenweise sehr abgedrehten Weltenbeschreibung. Der Autor vermischt sein Science-Fiction mit einer erfundenen Kastengesellschaft/Ordnung auf Basis der römischen und griechischen Reiche, Wertvorstellungen aus heutiger und damaliger Sicht. Letztlich geht es wie so häufig um Gut gegen Böse, Freiheit gegen Beherrschung, Machtlose gegen Mächtige, Ausgebeutete gegen die Ausbeuter, Familie steht über allem. Klingt nach Klischee und ist es sicher auch zu einem gewissen Teil, die Story wird durch die Vermischung und die glaubhafte Darstellung spannend. Ich mag die Bücher sehr, bin aber auch irgendwie froh wenn ich mit dem 3.Teil in ca. 2 Stunden endlich fertig bin. 

 

gespielt:

(MultiPlayer) Nach der Aufgabe von CS:GO spiele häufiger ich PUBG online mit anderen aus einer losen Community. Der Erfolg ist eher mäßig, auch weil die Cheater-Dichter sehr hoch ist, ich mit der Steuerung und dem Gameplay sehr häufig hadere, zu allem Unglück kommt dann häufig auch noch Pech. Leider werden extrem gute Spieler mit Anfängern/Plebs wie mich zusammen gewürfelt. Dabei sein reicht schon.
(Single-Player) Ein einfaches und fesselndes Puzzel-Spiel.
(Single-Player) Ein spannendes und fesselndes Puzzel-Spiel mit einem fremden Konzept. Es braucht etwas bis man die Mechaniken verseht, aber dann macht es Spass.
(Single-Player) Eine Mischung aus Parcours und jump-and-run. Kurzweilig und spannend. 
(Single-Player) Ein spannendes Puzzel-Spiel aus der Ego-Perspektive. Sehr gut gemacht und mitunter leider auch etwas zu anstrengend.
(Single-Player) Die gewaltfreie Erforschung einer unglaublich schön gestalteten aber überfluteten Stadt. Es geht um die Beschaffung von Sachen um einem kranken Kind zu helfen. Geht viel mit klettern und sich umschauen. Sightseeing mit sphärischer Musik.
(Single-/Multi-Player) Den Singleplayer habe ich wie schon bei der ersten Folge genossen. Nachdem ich via Steam und in der losen Community Mitspieler gesucht habe, kann ich auch endlich den CO-OP Modus angehen. Das Beste was es als Spiel im Bereich “knobeln in Ego-Perspektive” gibt.
(Single-Player) Der DLC eines meiner Lieblingsspiele. Erneut PHAN-TAS-TISCH, aber mit beinharten Rätseln.
(Single-Player) Ein simples Arcade-Spiel in Retro-Optik, mal eben für zwischendurch. Aus der Serie: nur noch einen Versuch. 

gesehen:

(inspiriert von den Momentaufnahmen beim geschätzten Silencer137, nur ohne die wertvollen Rezessionen – das kann er sehr viel besser)

Gammelpulli

Den Pulli habe ich sicher schon mehr als 15 Jahre im Schrank. Die erste Zeit wurde er noch im Alltag getragen, dann irgendwann ist mir die Lust an Pullis oder Sweatshirts abhanden gekommen. Der Gammelpulli wanderte in die Gammelklamottenschublade und wird dort gerade in der Winterzeit sehr gerne genommen.

Jetzt wird nach den schätzten 15 Jahren das Teil urig gemütlich, fluffig, an den diversen Säumen bequem ausgeleiert, butterweiche Baumwolle von dutzenden Waschgängen und tagelangen Tragen (manchmal bis hart an die Grenze der olfaktorische Belästigung). Leider ergeben sich auch nach derart langer intensiver Nutzung auch schon mal Auflösungserscheinungen, die letztlich dazu führen den Gammelklamottenstatus noch weiter auf “nur noch zu Hause tragbar” zu reduzieren.

Saum des Gammelpullis

Saum des Gammelpullies

Da spare

ich mir extra einen Krebbel (gefüllter Berliner und kommt mir jetzt keiner mit Pfannkuchen oder wie auch immer die Dinger heißen, hier sind es Krebbel. Basta!)  auf, den ich mir gestern Abend noch vom Becker mitgenommen habe. Es war zudem auch noch der Letzte, machte aber nichts, er war frisch. Jedenfalls habe ich mir den aufgespart im festen Vorsatz ihn heute als Nachtisch zu verspeisen. 


Dann komme ich nach Hause müde und ‘ausgelutscht’, esse noch etwas zum Abendbrot und höre noch etwas Musik auf der Couch, youtube noch etwas und nickere kurz vor den Nachrichten auf der Couch für einige Sekunden/Minuten weg. Kannst ja nichts dagegen machen, ist halt so. Jedenfalls schrecke ich plötzlich hoch weil ein Geräusch mich stört und denke direkt wieder an den vergessenen Kebbel von gestern. Es ist 21.30 mault die Gattin, aber egal … ich habe es mir vorgenommen … manometer war der gut. 

Damals – mp3 Player

Inspiriert von einem Artikel auf the Verge, mag ich mich an meinen ersten mp3 Player erinnern, bin aber nicht sicher. Amazon meint, er hier müsste es gewesen sein. Na dann….
erster mp3-Player
Kommt auch von der Zeit hin. Der MuVo² hat mich durch die schmerzhafte Zeit des Bandscheibenvorfalls begleitet. Ich weiß noch wie ich im tiefen Dunst von Tramal auf dem Bett in der Reha-Klinik lag und Phil Collins und Harry Potter hörte. Sofern man das hören nennen könnte, Tramal ist wirklich böses Zeugs.

Der MuVo² kam dann in 2005 einen Festplattenschaden und ich kaufte mir zur Belohnung des kurz vorher _überstandenen_ Vorfalls meinen ersten iPod:

erster iPod