Admin-Horror

Im Laufe einer Zeit kennt man als Admin seine Server, man weiß um kleine Eigenheiten, oder kennt auch Schwächen. Selbst wenn die Flotte aus identischen Geräten besteht, gibt es da marginale Unterschiede.

Der Admin-Horror beginnt, wenn man bei einem seiner etwas problematischen Schätzchen unausweichlich wichtige Updates einspielt, dann den auch unter Linux manchmal nötigen Neustart auslöst und die Kiste rührt sich danach nicht. Man steht vor der Konsole und wird zunehmend nervöser, weil man weiß “das dauert zu lange”, aber man bekommt keine Rückmeldung, es gibt keine Reaktion, keine Ausgabe am Monitor (sofern man direkt am Rack steht), man ist zum warten verdammt. Man starrt auf die Konsole und schwankt zwischen *wtf , bloss nicht und der kommt schon wieder, musst nur Geduld haben.

Ich bekomme dann immer Hunger, muss raus aus dem Serverraum und gehe an den Kühlschrank für Obst oder Espresso, wenn ich nichts mehr habe. Die Gedanken erzeugen derweil schon Szenarien a la “was mache ich, wenn die Kiste nicht mehr hoch kommt?”, oder “welche Services fallen auf die Nase wenn ….” .

Die Kiste kommt letztlich immer wieder aber es ist keine schöne Zeit.  Die Kalt-Warm-Wallungen während der Wartezeit sind etwas, was ich definitiv gerne missen würde.

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Eigentum

Einen _fremden_ Haushalt auflösen zu müssen hat auch einen Nebeneffekt. Zum einen muss man sich zwingen zu sortieren, weil zwar alles aufgrund von Erinnerungen oder Gewissenskonflikten verwahrt werden will, es aber aus vielerlei Gründen leider nicht geht. Der Siebprozess ist mehr oder weniger schmerzlich, muss aber sein. Nach einer Zeit wundert man sich, was an Sachen so alles verwahrt wurde: Liebenswertes, Nippes, Schund, Nützliches. Manchmal kann man den Beweggrund erahnen, manchmal eher nicht. Das Gemüt schwankt von lächeln bis Kopfschütteln. Nach einer gewissen Zeit bleibt ein großer Haufen übrig der dann weg muss und ein kleiner Haufen der die Sortierungen überlebt hat. Dem Gewissen geht es nicht besser, schon gar nicht wenn die Sachen auf dem Entsorgungshaufen viele Jahre verwahrt wurden.

Und dann kommst Du heim und schaust Dich bei Dir selbst um, auch damit die _neuen_ Sachen verstaut sind und Du selbst fragst, muss Du das alles wirklich aufheben und verwahren? Wenn ja, wozu? Warum hebst Du so viel Zeugs auf, verwahrst es für mögliche spätere Verwendungen oder Bedürfnisse. Braucht man das wirklich

Mein Blick aufs Eigentum, auf die Sachen um mich herum ändert sich gerade. Ich lasse vieles los, trenne mich, verkaufe oder gebe es einfach so weg. Menschen freuen sich ich bin auf komische Weise erleichtert. Komisch weil ich das noch nicht verstehe, aber ich will mehr Übersicht um mich herum schaffen.

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Ausblick – quick shot

Mir macht die Wärme wenig, man passt sich und seine täglichen Gänge halt entsprechend an und reduziert die Tätigkeiten draußen auf die Abendstunden oder gleich gar nicht. Seit 3 Wochen ist es das erste Wochenende ohne der sowieso schon schwierigen Pflicht der Wohnungsauflösung und wir liegen zur Entspannung etwas draußen, zumindest solange es noch nicht so heiss ist.

Die Batterie der neuen Sennheiser halten ziemlich genau 6 Stunden, also wie versprochen. Das hätte ich jetzt nicht unbedingt erwartet, auf der anderen Seite warum denn nicht? Man ist schon so gewohnt von den diversen Herstellern über die Fähigkeiten ihrer Produkte belogen zu werden, man nimmt es einfach so hin. Nun, ich will es nicht mehr. Es wird zukünftig reklamiert sobald ein neues Produkt nicht den versprochenen Fähigkeiten nachkommt, zur Not auch hartnäckig bis etwas sinnvolles passiert. Diese Art der Toleranz, also bewusste Lügen der Hersteller hinzunehmen, schaffe ich bei mir ab.

Die Batterien gehen natürlich mitten im Freiluftbaden leer und natürlich habe ich die Powerbank vergessen. So kann ich dann aber daran teilhaben, wie auf der Liegewiese ein Dude eine weibliche Begleitung im Gespräch zu beeindrucken versucht. Die Begleitung ist eine sehr hübsch anzusehende Frau, sie spricht halt wenig und hört ihm mehr zu. Der Unterhaltung zwangsweise zu folgen ist nicht so schön wie Musik, aber auch unterhaltsam. Würde er leiser sprechen wäre ja alles gut, vermutlich gehört das zu Prozess der nachhaltigen Beeindruckung.

Jubiläum - der 2.500-ste Beitrag

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versucht

Der Akku vom iPhone wurde leider vom bekannten Serienproblem heimgesucht, er schaltet sich unerwartet aus, geht jedoch problemlos wieder an. Danke kostenlosem Austauschprogramm wird es gebührenfrei abgeholt und repariert auch wieder gebracht, sofern man die “iPhone suchen” Sperre entfernt, es von der iCloud abmeldet und alle Inhalte löscht, Werkszustand also. 

Ich überlege ernsthaft, ob das nicht die Chance wäre sich mal eine Woche (4-6 Tage soll die Reparatur dauern) vom mobilen Helfer zu entwöhnen, mal so wirklich und bewusst komplett ohne. *hmm Twitter als einer der Beschäftigungsmagneten ist ja schon einige Wochen runter, das klappt prima. Hören und lesen sobald mal Lust und die Möglichkeit dazu hat würde ich aufrichtig vermissen. Der Gedanke wird doch besser verworfen, lieber ein Ersatzgerät aus dem Fundus. 

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