Traurig

Wir sitzen in einem Strassen-Cafe genießen die Sonne und den ersten Draußen-Espresso des Jahres. 50 Meter weiter spielt ein Straßen-Trio mit Klarinette, Flöte und Fagott gute klassische Musik, sehr angenehm und melodisch, Weisen die mir allesamt nicht unbekannt sind. Ist schön so mit allem. Am Nebentisch zappeln und schnattern 5 Grazien im Alter von 14/16 an der Grenze des erträglichen. Die Musik macht es aber für uns besser verdaulich.

Die Grazien nehmen irgendwann wahr, dass da Musik gespielt wird und fragen gegenseitig in die Runde wie das wohl heißt. Eine fragt Siri und hält das Handy hoch, Siri versagt, eine andere versucht Shazzam, das kann es auch nicht, die Dritte fragt irgendein Google Tool und ich kann den Mund nicht mehr halten.

Das ist Brindisi aus der Oper La Traviata von Guiseppe Verdi sage ich. Ich werde mit großen Augen bestaunt und bekomme noch eine Danke zu hören bis alle etwas etwas verschämt wegschauen. Nur eine Grazie notiert sich auf dem Handy, damit sie den Papa fragen kann ob er das hat erklärt sie. Danach sind die Grazien leiser und hören.

Ist schön so in der Sonne, Espresso vor mir, angenehme Musik. Ruhe.

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versucht

Der Akku vom iPhone wurde leider vom bekannten Serienproblem heimgesucht, er schaltet sich unerwartet aus, geht jedoch problemlos wieder an. Danke kostenlosem Austauschprogramm wird es gebührenfrei abgeholt und repariert auch wieder gebracht, sofern man die “iPhone suchen” Sperre entfernt, es von der iCloud abmeldet und alle Inhalte löscht, Werkszustand also. 

Ich überlege ernsthaft, ob das nicht die Chance wäre sich mal eine Woche (4-6 Tage soll die Reparatur dauern) vom mobilen Helfer zu entwöhnen, mal so wirklich und bewusst komplett ohne. *hmm Twitter als einer der Beschäftigungsmagneten ist ja schon einige Wochen runter, das klappt prima. Hören und lesen sobald mal Lust und die Möglichkeit dazu hat würde ich aufrichtig vermissen. Der Gedanke wird doch besser verworfen, lieber ein Ersatzgerät aus dem Fundus. 

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