Montagsstücke – Stöckchen

Montagsstücke sind ein Textschnipselspiel von Barbalapapp. Und irgendwie hatte ich mal wieder Lust was zu schreiben.

Befreit fiel sie in einen tiefen Schlaf. Der währte aber nicht lange, plötzlich ist sie wieder wach, oder besser halb wach. Sie hört das entfernte Ticken der Eieruhr neben dem Ofen, ein Motorrad draußen mit einem deutlich zu lauten Auspuff rauscht auf irgendeiner Strasse in der Nähe vorbei, dann dumpfes Gemurmel im Treppenhaus. Unten war wieder Hausbesuch. Und dann nächtliche Stille im Haus.

Der vergangene Tag war alles andere als einfach, eher kräftezehrend und aufreibend mit den diversen Menschen in den unterschiedlichen Behörden. Sie ist immer noch erschöpft und auch aufgewühlt, sie fährt sich über den Kopf, streicht durch die Haare, ordnet die verschlafenen Strähnen, reibt sich dann mit beiden Händen die Augen, gähnt ausgibt. Was man alles von ihr wissen wollte, wann sie wo gewesen sei und warum, was sie dort gemacht habe und wie lange es gedauert hat. Natürlich sind solche Fragen wichtig und bestimmt auch notwendig, doch in der Hektik, in ihrer Ratlosigkeit und Verzweiflung war sie sicher mehr als einmal aus der Haut gefahren und hat wenig hilfreiche Antworten gegeben. Am Ende war ja alles gut. Im Nachhinein hat sie sich auch überlegt, sie hätte es auch ruhiger angehen lassen können, aber sie kann halt nicht aus ihrer Haut. Nicht immer hält sie sich zurück, sie gelobt sich selbst wieder Besserung.

Sie dreht sich umständlich, ordnet die Decke, spürt in der Brust wie sie wieder tiefer ins Kissen sackt, wie der Körper seine über den Tag hinweg aufgestaute Anspannung verliert, nur der Kopf macht noch weiter. Sie hat es nicht ganz geschafft und war doch so dicht dran. Der Strudel holt sie tiefer, sie atmet ruhiger, weniger aufgeregt, hört unterbewusst wie ihr Magen leise Geräusche von sich gibt. Im Zimmer nebenan regt sich unter heiserem Stöhnen der Mensch, wegen dem sie heute so aufgebracht war. Das hat so viel Kraft gekostet, sie braucht unbedingt wieder neue Kraft, für morgen und noch mehr für übermorgen. Das Seufzen wird lauter, unruhiger, er schläft jedoch scheinbar weiter. Sie taucht mühsam mit schwerem Kopf wieder aus dem Kissen auf, ohne das sie darüber nachdenken muss und ganz automatisch. Widerwillig schlägt sie die warme dicke Bettdecke zur Seite und schafft es irgendwie die Beine zur Seite zu schwenken und die Füsse auf den Bohlenboden zu bringen. Es kostet viel Mühe den Oberkörper aufzurichten, sie stöhnt, fröstelt etwas weil die warme Decke ihre Schultern nicht mehr bedeckt und wird dadurch wieder etwas wacher. Soll sie die Leselampe anknipsen? Besser nicht. Sie hört die Katze am Fusselnde des Bettes sich regen.

In Ihrem alten vergammelten überlangen T-Shirt, in undefinierbarer heller Farbe mit dem Werbeaufdruck für Suppen, den man kaum noch erkennen kann, so oft hat die Waschmaschine das Lieblingsstück schon gewaschen, sitzt sie mit leicht nach hinten gebogenen Oberkörper auf der Kante des Bettes, hört dabei überlaut das Knarren des Bettgestells. Sie hält inne, will sie doch keinen Lärm verursachen. Von draußen dringt ein bösartig heller Strahl gelbliches Licht ins Zimmer. Ob jetzt vom vollen Mond oder der Strassenlampe gegenüber ist ja auch egal, den wüst zusammen geschobenen Berg ihrer Sachen von heute vor ihren Füssen auch. Das Licht verschluckt die Farben, oder sind es die müden Augen? Sie kneift sie zusammen und will aus den Augenschlitzen gucken, schliesst sie beide aber gleich wieder, die Hände fassen fester den Rand des Bettgestells links und rechts ihrer Beine, ihr Oberkörper arbeitet sich nach vorne, als Vorstufe zum Aufstehen. Das Stöhnen im Zimmer wird etwas lauter, zusammen mit dem erneuten Knarren des Bettes und dem alten Fußboden, als sie sich mit Mühe auf die Beine stellt. Es braucht 3 Anläufe bis sie sich tatsächlich ganz erhoben hat, das Bett knarrt metallisch weil sie sich erhebt, der Boden knarrt hölzern weil sie steht. Scheiss Boden denkt sie sich, scheiss Licht, scheiss Bett, ich will nicht, ich will schlafen. Durch die angelegte Tür im Nachbarzimmer hört sie den Menschen wieder, wie er sich tief seufzend in der Bettdecke raschelnd bewegt und dann ist Stille.

Sie bleibt stehen, rührt sich nicht, lauscht ins Zimmer, der Kater schnurrt und schweigt, sie dreht dem blöden Licht von draußen etwas mehr den Rücken zu. Sie steht verkrampft mit verdrehtem Oberkörper, so müde. Das Licht brennt in den Augen, sie schliesst sie wieder und beginnt im Stehen zu wanken. Drüben ist absolute Stille, sie wagt es und legt sich wieder nach der Decke und dem Kisen tastend vorsichtig wieder hin. Der Boden entlastet sich knarrend, das Bett schweigt, sie liegt wieder. Sie schlägt die Decke vorsichtig um und lässt den Kopf ins Kissen sinken. Genug für heute. Bitte.

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Audacity und eine Ankündigung

Audacity ist ein Open-Souce Tool, um Audiodateien zu editieren und auch welche zu erstellen. Es mag andere Produkte für OS X geben, ich bin nun mal Audacity einigermaßen gewohnt. Mittels eines Headsets kann man Gesprochenes aufnehmen und speichern, nur leider nicht als mp3 exportieren. Dazu muss man einen Encoder wie z.b. lame hinten dran hängen. Der ist bei Audacity jedoch leider nicht dabei, also muss man frickeln. Das alles hat etwas gedauert, aber nun klappt es prima.

Und warum das?  Vor ein paar Jahren habe ich angefangen eine Geschichte zu schreiben. Nichts hochtrabendes oder tiefgründiges, sondern eine Alltagstory aus meiner Phantasie in Worte, Absätze und Kapitel gefasst. Das ganze Projekt lag nun schon etwas länger brach, Zeit und Lust sich damit zu beschäftigen gingen im Rhythmus und Geschäftigkeiten der Wochen und Monate irgendwie unter. Vor ein paar Wochen begann ich dann wieder an der Story herum zudenken. Das machte wieder Spaß, mir zu überlegen welche Wendung die Geschichte nehmen könnte, wie ich die Personen agieren lassen kann, das kleine Kribbeln im Rücken, ganz unten fing wieder an zu arbeiten. Dieses kleine helle sensible Kribbeln, was den Körper die Vorfreude und Lust, Aufregung und Nervosität spüren lässt. Über die vielen Ideen, bekam ich wieder richtig Lust mit der Geschichte mehr zu arbeiten und weil Blogger ja nur zu gerne mit anderen Bloggern teilen, will ich die Gesichte mit dem Arbeitstitel Susanne noch etwas überarbeiten/anpassen und abschnittsweise als Hörbuch einsprechen. Das Ganze möchte ich dann hier auf thatblog unter CC 3.0 veröffentlichen. Das ist tüchtig aufregend und ich hoffe sehr, dass mir die Lust daran nicht wieder abhanden kommt. Die kommenden Tage will ich noch Tests mit dem eingebauten Mikrophon des MacBooks machen, um zu entscheiden ob ich das nehme oder doch lieber ein externes Mikro nutzen soll. Ich freue mich tierisch drauf Euch das zum hören zu geben, richtig und total. #hibbel

OT: Ob ich das hier ohne mein erstes Budweiser in diesem Jahr getrunken zu haben auch geschrieben hätte, weiß ich nicht. Mir ist gerade etwas fluffig im Kopf.

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Shorties 32

  • Endlich im iPod suchen können, danke OS3.0. Aber hat es wirklich sein müssen, für das Upgrade gleich 8 Euro zu verlangen und es den iPhone-Eigentümern zu schenken? Sind wir iPod-Touch Besitzer in deren Augen Kunden 2.Klasse? Zeit für eine Feedbackmail, die erst nach 3 Tagen beantwortet wurde (die sind sonst schneller). Die Person hatte auch ein recht unglückliches Händchen bei der Auswahl der Textbausteine, demzufolge hat die Antwort keinen guten Eindruck hinterlassen.
  • Normalen Kaffee aus topmodischen und extrem hippen Gläsern zu trinken ist nichts für mich, ich brauch eine Tasse, einen Becher irgendwas was mich den Inhalt von außen nicht sehen lässt. Sonst sieht es aus, als tränke ich heiße Cola. Das ist irritierend, zumal der Kaffee auch dann irgendwie komischer schmeckt. Das Auge trinkt halt mit. Außerdem verbrenne ich mir mit den Gläsern die Finger.
  • Warum fallen mir immer dann “tolle” Sachen ein die ich machen möchte, wenn ich keine Zeit dafür habe? Ich bin ein todo-Listen-Vermeide-Anlege-Fetischist, so wird es wohl sein.
  • Wie bringt man einem Schwachkopf bei, in seinem Garten eben nicht Samstags schon um 06.45 Uhr mit dem Schneiden seiner bekloppten Hecken anzufangen? Weil auf die Nachfrage, dass er doch bitte aufhören und warten möge bis gegen 09.00 Uhr, zuckt er als Zeichen völliger Unverständnis nur seine Schultern. Es wäre sein Garten und da könne er schließlich machen was er wolle. Der friedlichste Mensch kann nicht sein, wenn der bescheuerte Nachbar nicht will. Sich hier aufzuregen bringt dennoch nichts, der Typ hatte als Kind nur Patex zum spielen.
  • Das MacBook ist in Reichweite, oder soll ich doch lieber 15″?  #hibbel
  • Die seinerzeit so freudig angeeignete und doch rudimentäre Fähigkeit mit Stäbchen essen zu können, hat sich wieder verflüchtigt. Es war sicher zerbrechliches Können, daher verzeihe ich es mir und versuche es erneut. Das heutige Sushi hätte zur erneuten Aneignung dienen können, doch brachte ich keine Geduld hierzu auf. Sushi mit Gabel ist stilistisch völlig daneben, doch der mittägliche Hunger ging vor, geübt wird zu Hause und in Ruhe und vor allem gesättigt.
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Ohne Klagen

Ein Meeting in Krefeld, morgens hin und später wieder zurück. Was soll ich sagen, nicht eine Minute Verspätung, oder sonstig negatives. Nichts, ich habe nichts zu berichten, was die Bahn so oft veranstaltet, um ihre Nutzer auf die Plame zu bringen. Halt doch, der ICE am Flughafen war doppelt so lange wie er sein sollte und auch falsch herum aufgezäumt(?).

* Wiesbaden 08:31 => Frankfurt Flughafen => Duisburg => Krefeld 11:17 / auf den Punkt

* Krefeld 16:35 => Köln => Wiesbaden 18:32 / auf den Punkt

Ich wollte auch mal loben. smile

  • Auf dem Rückweg habe ich einen Sitzplatz mit Tisch. Klasse, da kann ich meinen Schmierzettel Notizen schnell in eine Art persönliches Protokoll umwandeln und mir so morgen etwas Arbeit sparen. Außerdem gebe ich gerne zu, dass je länger ich damit warte, die Erinnerungen mit den Notizen nicht mehr nutzbringend kombinierbar sind. Meine Klaue ist echt schlimm, das kurze Schreibtraining mit dem Füller hat nichts gebracht. Egal, ich sitze also und bereite einen Blaubeermuffin auf sein Ableben vor, derweil das Dell bootet. Mir gegenüber sitzt ein geschniegelter Juppie, kaum älter als 25 und liest in der FAZ. *oh-ah-ui* Der Typ ist der Hammer, fette goldene Breitling am Arm, braune Tischdeckenmusterkrawatte auf weißem Hemd, Boss Anzug, silberne Manschettenknöpfe mit Wappen, ‘braune’ Schuhe (auf anthrazitem Anzug #grusel) und die Nase so hoch, dass er an den Deckenlampen riechen könnte. Er schaut mir zu, wie ich mein Geschmiere Geschreibsel mehr Struktur gebe. Auf meine Frage, ob er mir seine E-Mail geben würde, damit ich ihm eine Kopie zusenden kann sobald ich fertig sei, ernte ich augenscheinliches Unverständnis. Das Dell wird etwas gedreht, er liest weiter, als er plötzlich eine Ledermappe aus dem Gepäckdings holt und ein Air auf den Tisch legt. So ein Arsch. Dann hantiert er mit dem Netzteil, dann mit dem USB-Stick fürs Internet, alles ziemlich ungelenk, umständlich und unsicher (Steckersitz mehrfach prüfen, Kabel immer wieder richten, usw.). Sein OS X bootet ich will auch und er ist sich sicher, ich sehe ihm aus dem Augenwinkel zu. Und ja, verdammt ich schaue hin. Scheiße auch, es ist ein Air. Sehr schick und schnieke noch dazu, aber er ist dennoch ein … ach, was auch immer. Als er endlich fertig mit dem ‘Aufbau’ ist klickt er  und startet einen Film. Meine Entzifferung ist dann doch fix beendet, ich packe das peinliche VISTA wieder weg und höre weiter Musik und schaue aus dem Fenster.
  • Eine Frau steht im Gang und hat eine irre große Reisetasche dabei. Sie ist etwa 1,65m,  die Tasche auch. Auf die Frage ob ich Ihr helfen dürfte, grinst sie mich an, steigt auf den Sitz und schafft das Monster in das Gepackding über ihrem Sitz. #sprachlos
  • Die Kaffeebecher im Zug muss mann immer festhalten, also nie einfach mal so auf den Tisch stellen, weil die Schienen einen Waggon manchmal ganz schön ruckeln lassen. Der Teppich ist an der Stelle sicher ruiniert. Ich hatte Apfelschorle dabei, ich war es also nicht. #zweifingerhebt

P.S. das Meeting war klasse.

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Messezeit

Es steht die (noch) größte IT-Messe hierzulande an, die CeBit. Wenn man die Presse, die Newsletterverweise, die unzähligen Messeposts, die diversen Ankündigungen aller namhaften Hersteller, usw. erfolgreich ignoriert und man diese Phase der Messevorbereitung erfolgreich verdrängt hat, wird man spätestens dann auf den Boden der Tatsachen geholt, wenn die Eigenadressbuchdurchforster ihre “Hallo, ich bin noch da” Mail senden. Davon gibt es leider heuer reichlich.

Menschen die unbedingt noch einen Slot auf ihrem Stand besetzen müssen, damit Cheffe sieht “Schau hin, alles schon ausgebucht, ich bin fleißig”, bis zu Business-Menschen die scheinbar aus purer geschäftlicher Verzweiflung eine mitunter deutlich zu persönlich gefärbte E-Mail verfassen. Das ganze Prozedere gehört irgendwie auch zum Business, aber ich mag es dennoch nicht. Im Ghostwriter sind deshalb schon lange ein paar diesbezügliche Floskeln vorbereitet, die werden verschickt und sollten bis zum nächsten Jahr halten, falls ich nicht schon vorher aus deren Adressbuch fliege.

Eine dieser ‘Hallo’ Mails ist mir in der Menge dennoch aufgefallen. Doch dazu gibt es eine Vorgeschichte:

Vor etwa 3 Jahren ging es eine neue Telefonanlage für die Firma zu leasen und einbauen zu lassen. Mithilfe eines überschaubaren Pflichtenhefts wurden die üblichen Verdächtigen der Branche von mir mit der Bitte um Abgabe einer Offerte angeschrieben. Es folgte der normale Gang, bis 2 Anbieter übrig blieben. Diese Beiden lud ich mir ein, um Details der Offerte zu besprechen. Einer der beiden Kandidaten schlug mit 3 Leuten bei mir auf. Etwas überzogen für eine verhältnismäßig kleine Anlage, aber es ist ja nicht mein Geld.

Wie in Meetings üblich hielt man zuerst etwas Smalltalk und sollte dann aber irgendwann zum Geschäft kommen. Doch diese drei hatten anderes im Sinn. Man referierte über die Vorzüge der Hubber-Blubber GmbH, vor allem als Hardwarelieferant für Laptops, PCs und Server für die wir sicher Verwendung hätten. Man versuchte mehr oder weniger unverblümt unsere Quellen zu ergründen, unsere dortigen Konditionen zu erfragen und so weiter. Aus Höflichkeit spielte ich etwas mit, gab aber nichts wirklich verwertbares von mir. Zu meiner Verwunderung bremste meine offensichtliche Zurückhaltung die 3 nicht etwa aus, sondern stachelte sie gar noch an mich weiter im Thema zu behelligen, so wie schlechte Vertriebsleute nun mal sein können. Wobei 2 eher die ruhigen Vertreter waren und nur einer so penetrant war.

Nach ~10 Minuten bat ich zum eigentlichen Grund des Treffens, also unserer neuen Telefonanlage zu kommen. 3 Sätze später waren die schon wieder bei Leasingkonditionen für Server, Laptops und Desktops. Das wurde mir zu bunt. Erneut bat im unabsichtlich zu unwirschen Ton dieses Gesprächsthema nun endgültig zu beenden und mit mir bitte die Details zum Angebot zur Lieferung der Telefonanlage zu unterbreiten. Und zur Untermauerung meiner Aussage schob ich noch nach, dass wir kein Interesse unseren bisherigen Händler zu wechseln hätten. Darüber könne man ggf. gerne reden, wenn die Telefonanlage von der Hubber-Blubber GmbH tatsächlich eingebaut werden sollte und wir damit zufrieden wären. Es trat eine kurze Stille ein und wir gingen endlich zum Thema Telefonanlage, für genau 5 Minuten. Auf meine Frage “Welche Vorbereitungen sind getroffen, um die Telefone an unsere PCs anzubinden”, ging es jedoch sofort wieder los, dass man zur Anlage auch die passenden Laptops und PC liefern könne usw. usw.. *argh*

Wie der Ruediger nun mal sein kann, wenn er extrem genervt wird, gibt es kurze knackige Rundschläge ohne weitere Vorwarnungen. Ich stand auf und wollte zum Erstaunen der Drei das Meeting vorzeitig beenden. Ich bedauerte ihre Zeit verschwendet zu haben, denn offensichtlich hätte die Hubber-Blubber GmbH kein Interesse für Telefonanlagen zu liefern und einzubauen. Nach einer kurzen Phase der Verwunderung trat eine gewisse Empörung über mein rüdes Verhalten zu Tage. Wir einigten uns dann, ausschließlich über das Angebot zu sprechen und sonst über nichts. Der Penetrante verabschiedete sich daraufhin und die beiden Ruhigen blieben. Sollte mir auch recht sein. Der Rest des Meetings war schon etwas angespannt, aber komplett im Thema. Sie kamen wegen der Konditionen und der kostenpflichtigen Serviceleistungen dann letztlich doch nicht zum Zuge.

Heute bekomme ich also eine “Hall-wach” Mail von der Hubber-Blubber GmbH von dem Typ, der damals das Meeting vorzeitig verlassen hat, mit diesem Inhalt:

Ich möchte Ihnen, als Außendienstmitarbeiter der Blubber-Blubber GmbH, einen Wechsel auf ein modernes Telekommunikationssystem günstig ermöglichen. Hierbei erhalten Sie, je nach Größe und Preis des neuen Systems, eine “Abwrackprämie” von bis zu xxxxx,- Euro für Ihre alte TK-Anlage verrechnet – Demontage inklusive.

Ich musste herzhaft lachen, alleine schon wegen der Abwrackprämie für Telefonanlagen. Das wird vermutlich das Unwort für das Jahr 2009. Wenn Marketingabteilungen aufgrund aktueller Umstände schnell kreativ werden müssen wollen, kann auch mal so etwas ‘absurdes’ heraus kommen. Ich schreibe dem Absender, er möge mich doch bitte aus seinem Verteiler nehmen, weil wir uns seinerzeit für einen Wettbewerber entschieden hätten und ich auch für die Zukunft keine Möglichkeiten der Zusammenarbeit sehe.

Ratet was als 15 Minuten später als Antwort kam, “Wenn wir nicht um eine neue Telefonanlage reden wollten, könne man sich ja auch über Laptops, Desktop und Server reden. Man wäre jederzeit in der Lage und auch Willens ……” *argh*  *plonk*

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