Leder-Desaster-Tag

Beim gehen fühlt sich die Hose komisch am Bein an, so anders und viel zu locker im Bund. Habe ich den Gürtel zu lose gebunden? Ich fühle an mit einer Hand die Schnalle und sie ist nicht da. wtf? Die zweite Hand fühlt das Ende des Gürtels am Hosenbund an der falschen Stelle, die Mitte ist leer. Ich habe echt den Gürtel teilweise verloren. Kurz überschlage ich und stelle fest, diesen meinen Gürtel hatte ich schon etliche Jahre, der darf demnach mal kaputt gehen. Aber so mitten in der Stadt und ohne das ich es mitbekomme? Was hilft es, die nun etwas ausgedehnte Inspektion ergibt, dass das Leder zwar noch da ist, nur die Schnalle ist irgendwo und unbemerkt abgefallen. Keine Reparatur möglich. Was solls, dann kaufe ich mir halt einen neuen. Jetzt. Kann ja nicht so schwer sein, schwarz, silber farbene Schnalle, Jeansbundschlaufenbreite, etwas fester in der Haptik, schlichtes Leder. Natürlich haben die Läden das gespannt und das gutesZeugs schnell verräumt und nur die <85€ Teile hängen lassen. Nope, nicht mit mir, für einen Gürtel ist mir keine Marke wichtig, sondern die Verarbeitung, mehr als 30€ gebe ich dennoch für einen guten Gürtel nicht aus. Drei Läden weiter gibt es einen Gürtel mit etwas bling-bling (mal was neues probieren) und mal nicht tief schwarz. 

Das Problem ist also gelöst und wir gehen unseres Weges, bis uns der Kaffeedurst überfällt und wir im Lieblings-Strassencafe unseren bevorzugten Platz bekommen.

 

 

Beim späteren bezahlen greife ich in die Hosentasche und merke noch, wie die Uhr schlackernd am Handgelenk sitzt. Ich kann sie gerade noch auffangen, sonst wäre sie auf den Betonboden gefallen. WTF! Die Endschlaufen der Faltschliesse sind gerissen (vermutlich als ich die die Hosentasche fasste und so konnte sich die Arretierung lösen. Echt jetzt? Also nochmal durch die halbe Stadt zum Uhrmacher meines Vertrauens (nein, da bin ich eigen, ich will genau da hin wenn es um Uhren geht und nicht sonst wo). Wir finden ein tolles Band zum vernünftigen Preis und er macht es auch sogleich dran. Ich liebe diesen Laden. Und zum erstaunen der Gattin kein schwarzes Band wie üblich, sondern ein graues und ohne Faltschliesse. 

Traurig

Wir sitzen in einem Strassen-Cafe genießen die Sonne und den ersten Draußen-Espresso des Jahres. 50 Meter weiter spielt ein Straßen-Trio mit Klarinette, Flöte und Fagott gute klassische Musik, sehr angenehm und melodisch, Weisen die mir allesamt nicht unbekannt sind. Ist schön so mit allem. Am Nebentisch zappeln und schnattern 5 Grazien im Alter von 14/16 an der Grenze des erträglichen. Die Musik macht es aber für uns besser verdaulich.

Die Grazien nehmen irgendwann wahr, dass da Musik gespielt wird und fragen gegenseitig in die Runde wie das wohl heißt. Eine fragt Siri und hält das Handy hoch, Siri versagt, eine andere versucht Shazzam, das kann es auch nicht, die Dritte fragt irgendein Google Tool und ich kann den Mund nicht mehr halten.

Das ist Brindisi aus der Oper La Traviata von Guiseppe Verdi sage ich. Ich werde mit großen Augen bestaunt und bekomme noch eine Danke zu hören bis alle etwas etwas verschämt wegschauen. Nur eine Grazie notiert sich auf dem Handy, damit sie den Papa fragen kann ob er das hat erklärt sie. Danach sind die Grazien leiser und hören.

Ist schön so in der Sonne, Espresso vor mir, angenehme Musik. Ruhe.

selber schuld

Ach ja, man lernt halt immer noch. Seit geraumer Zeit frage ich mich, warum die RSS-Zahlen langsam aber doch stetig sinken. Bisher ging ich davon aus, das die Wenigsten noch wissen was das ist und auch nach dem Tot des Google-Readers dieses Feature kaum noch genutzt wird, sondern sich viele lieber bequem per MailAbo oder sonst wie auf Webseiten nach neuen Inhalten umtun.

Bei mir war dem aber nicht so, ein defektes/überaltertes unauffälliges Plugin mit dem ich den Footer des Feeds ergänzt habe, hat Feedaggregatoren wie z.b. Feedly ausgesperrt, weil die sich vor dem eigentlichen Anfassen des Feeds um dessen Validierung bemühen. Und die fällt dank des *schimpfwort* Plugins auf die Nase. Mein eigener Feedreader hat mir keinen Hinweis darauf gegeben, da hier etwas falsch lief. // Ein deutlicher Schubser, das ich mich mehr kümmern muss.

Merci ans Fellmonsterchen für den beiläufigen Hinweis in einem Ihrer Kommentare, der mich dann doch hat stutzig werden und nach der möglichen Ursache suchen lassen.

 

muss ich nicht verstehen

Seit ca. 3 Wochen zwischen 4 und 8 Uhr versuchen sich verschiedenen IPs aus Istanbul stetig am Backend von thatblog. Diesen erfolglosen Login-Versuchen begegne ich mit dem Plugin Limit Login Attempts und sperre die IP nach 2 Fehleingaben für 180Minuten und falls die IP wieder kommt für weitere 99 Tage. Mittlerweile müsste ich alle seine IPs auf der Blockliste haben und es kommen doch immer wieder Neue. Jetzt habe ich aber genug und die IPTables (Linux-Firewall) werden mit seinen IPs bestückt. Ende für ihn auf meinem Server. 

(edit: host.deny Datei war der falsche Ansatz)