verschwendete Stunden

Nach vielen vielen Spielstunden habe ich Couter Strike – Globale Offensive (CS:GO) vor 3 Wochen völlig entnervt deinstalliert und bis heute auch gelassen. Der seit vielen Wochen wachsende Frust durch Cheater und Spieler, die mit einem eigentlich sehr viel hören Skill-Level und gekauften low-Level GameAccounts in den niederen Skill-Leveln spielen (sogenannte Smurfs) und dort natürlich alles platt machen, vernichten den Spass so richtig. Wobei mit den Smurfs könnte ich vielleicht sogar noch irgendwie leben, doch die schiere Masse an Cheatern, die ungestraft und über Monate hinweg sich mit ihrem Schmutz Vorteile verschaffen, vergällt mir das Spiel dauerhaft. Selber Schuld, es ist doch nur ein Spiel. Ja stimmt, ist es. Ich muss auch nicht unbedingt gewinnen, aber ich möchte gerne und versuche es natürlich. Dann kommt noch der Frust über das eigene Unvermögen, sich trotz erheblicher Spielzeit und dem Wissen/Gefühl es doch besser zu können, sich letztlich doch nicht im Game zu behaupten und mindestens ordentlich zu fighten. 

Für mich ist so kaum noch competitive gaming möglich, nahezu jeder wird verdächtigt oder zumindest sehr argwöhnisch betrachtet, es entwickeln sich Unentspanntheiten die zwar schnell wieder verraucht sind, aber bei Auftreten ihre Auswirkung haben/hatten. Auch das ist eine logische Folge wenn der verbaute AntiCheat nichts taugt oder so träge ist, dass kein Cheater wirklich davor Angst haben muss. Valve als Hersteller/Rechteinhaber des Spiels macht sichtbar nicht wirklich effektiv etwas dagegen, sondern lässt diese Idioten pseudo gewähren und versucht stattdessen mit anderen Methoden eine positive Reputation am Steam-Account zu erzeugen (Trust, Prime). Damit sollen die _faulen_ SpielKonten separiert werden, anstatt mit einen bessern, wirksamen AntiCheat sich und den ehrlichen Spielern zu helfen. Für mich ist das im Kern eine Kapitulation gegenüber den Cheat-Providern. 

Wie auch immer, ich brauch eine längere Pause von dem Spiel, egal wie sehr es letztlich trotz allem fesselt und man so vieles schlicht hin nimmt. Jetzt wird erstmal die Steam-Libary der ungespielten Spiele verstärkt (Steam-Sale sorgt für Kauf auf Halde) behelligt und vielleicht habe ja ich schon ein anderes Online-Spiel schon gefunden, weil das online Spielen macht schon sehr viel Spass. 

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Ich spiele online 2

Status heute: Auch nach etlichen Offline-Sessions beziehe ich Runde-für-Runde im Deathmatch auf den Live-Servern weiterhin Prügel und doch habe ich das Gefühl, dass es voran geht. Die Maps Dust II, Fascale, Nuke, Marquis, Mirage kenne ich mittlerweile einigermaßen gut, sehr langsam stellt sich auch die verlorene Auge-Hand-Koordination wieder ein und ich bin kein reines Kanonenfutter mehr. Meistens jedenfalls.

Nun habe ich Operation Vanguard begonnen und ich bin schon zufrieden mit mir. Die silberne Operation-Medaille habe ich mir schon erarbeitet, die Goldene kommt auch bald. Die Maps werden mir weiter vertrauter, man lernt die gewissen Ecken in immer mehr Maps kennen, das Gameplay schleift sich ein, man “spielt”. Der Competitive Modus (also Bomben legen oder Geiseln retten) hat seinen Reiz, mehr als “Capture the Flag” aus Battlefield. Bei einigen Matches aus der Operation war das Teamplay schon richtig klasse, so wie man es selbst mal gelernt hat: Deckung geben, Vorgehen des Mitspielers ermöglichen, Nachgehen unter Deckung des Mitspielern, wieder vorn vorne, Rückzug decken, Deckung beim entschärfen, spähen, schneller sein als der Gegner, das hat richtig Spaß gebracht. Man muss höllisch aufpassen, die Gamer sind meist pfeilschnell im AIM und im Spott und haben eine Treffsicherheit, die mich häufig an der Redlichkeit zweifeln lassen. Aber jammern gilt nicht.

Mein nachgerüstete Hardware (nVidia GT740 2GB passiv, Intel SSD, AMD FX-4300 CPU, 4 GB RAM) reicht völlig aus, nur die Maus ist nun zu ungenau und auch zu langsam. Das ändern wir die nächsten Tage in Form einer neuen Roccat Gaming Maus, die auch unter meinem Linux läuft und sogar eigene Treiber hat.

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Ich spiele online

Die PS3-Plattform nervt wegen der häufigen Ausfälle, Sony wegen seiner Unfähigkeit und Geldgier, Battlefield ödet nur noch, der Connect zu den MP-Servern ist ein mühevolles Geduldspiel, der erst beim 5. oder 6. Versuch dann irgendwann klappt, die KinderAmins auf den privaten Servern kicken häufig wenn man sie mal erwischt, das Gameplay ist nicht vorhanden, die Kids wollen nur Punkte und Ranking machen, es ist ätzend, es nervt, es reicht. Ich habe fertig.

So versuchte ich mal wieder etwas ‘Neues’ und nahm meinen uralten Steam-Account, rüstete meine alten Gaming-PC mit etwas Geld auf, kaufte mir Counter Strike – Global Offensive (CS:GO) aus dem Winterangebot 2014 und will mich dort verprügeln lassen. Alles neu lernen, man kann auch nur zuschauen und so alles kennenlernen, bevor man selbst auf die Map geht. Die Übung war/ist auch nötig.

Auf den Servern herrscht allgemein ein rauher Wind. Wenn man nicht mit dem Team mithalten kann, ist recht schnell ein Kick-Vote am Laufen. Der Deathmatch-Modus ist als Anfänger richtig schlimm, weil man unglaubliche Prügel in kürzester Zeit bezieht. Nach einigen Runden hatte ich genug – sterben-spawn-sterben-spawn-sterben-spawn … ihr kennt das vielleicht. Kanonenfutter zu sein war noch nie mein Ding, ich habe kein Problem zu verlieren, doch will ich zumindest mitspielen. Ich muss aber auch zugeben, die Unkenntnis der Maps und das fremde GamePlays ist für das Team schon ein miese Gesamterfahrung. Daher wechselte ich erstmal in den Offline-Modus und spielte mit den Bots. Die kann man in der Schwierigkeitsstufe glücklicherweise verändern, auf Max-Stufe sind die Bots allerdings auch nicht einfach zu bekämpfen.

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