Eigentum

Einen _fremden_ Haushalt auflösen zu müssen hat auch einen Nebeneffekt. Zum einen muss man sich zwingen zu sortieren, weil zwar alles aufgrund von Erinnerungen oder Gewissenskonflikten verwahrt werden will, es aber aus vielerlei Gründen leider nicht geht. Der Siebprozess ist mehr oder weniger schmerzlich, muss aber sein. Nach einer Zeit wundert man sich, was an Sachen so alles verwahrt wurde: Liebenswertes, Nippes, Schund, Nützliches. Manchmal kann man den Beweggrund erahnen, manchmal eher nicht. Das Gemüt schwankt von lächeln bis Kopfschütteln. Nach einer gewissen Zeit bleibt ein großer Haufen übrig der dann weg muss und ein kleiner Haufen der die Sortierungen überlebt hat. Dem Gewissen geht es nicht besser, schon gar nicht wenn die Sachen auf dem Entsorgungshaufen viele Jahre verwahrt wurden.

Und dann kommst Du heim und schaust Dich bei Dir selbst um, auch damit die _neuen_ Sachen verstaut sind und Du selbst fragst, muss Du das alles wirklich aufheben und verwahren? Wenn ja, wozu? Warum hebst Du so viel Zeugs auf, verwahrst es für mögliche spätere Verwendungen oder Bedürfnisse. Braucht man das wirklich

Mein Blick aufs Eigentum, auf die Sachen um mich herum ändert sich gerade. Ich lasse vieles los, trenne mich, verkaufe oder gebe es einfach so weg. Menschen freuen sich ich bin auf komische Weise erleichtert. Komisch weil ich das noch nicht verstehe, aber ich will mehr Übersicht um mich herum schaffen.

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