verschoben

Der Wocheneinkauf kann manchmal ganz amüsant sein und manchmal sind wir beide wochenmüde und schlaff und wollen eigentlich gar nicht hier sein. Zu viele Menschen und zu viel Bewegung um uns herum. 

Ich greife den vor mir stehen Einkaufswagen und schiebe ihn lustlos in Richtung Kasse. Hinter mir schreit es “lassen Sie meinen Wagen stehen”. Grundsätzlich schau ich mich wegen Zurufe ohne meinen Namen nicht um, gehe also weiter. Man fasst mich unsanft am Arm an und schreit erneut, ich solle gefälligst den Wagen stehen lassen. Ein schneller Blick meinerseits bestätigt, das ist tatsächlich nicht mein Wagen. “Sorry” sage ich, drehe mich um und gehe ohne Fremdwagen zurück in die Richtung, in der ich meine Wagen bewusst zuletzt wahrgenommen hatte. Derweil tobt die Furie weiter, was mir einfiele und es eine Unverschämtheit sei. Die Aufregung nicht nachvollziehen, außerdem habe ich heute keine Lust auf Menschen. Vermutlich war es ihre Lebensaufgabe all die guten Sachen zu suchen und zu finden, deswegen tobt sie. Ich kümmre mich nicht weiter gehe meines Weges. 

Ein Passant hat sie Szene wohl bewusst verfolgt, erlebt meine Gleichgültigkeit und fühlt sich berufen der Dame ein “Jez hals maul un ge weidä” zuzurufen. Dann geht er neben sie und schiebt _ihren_ Wagen weiter. Sie schaut entrüstet und beginnt in Wortgefecht mit seinem Rücken. 

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