freundlicher Mensch

Der Elektriker hat uns am Wochenende mit der kaputten Telefonleitung und den wackeligen Internet alleine gelassen, verabredet war etwas anderes. Diverse Anrufe und Nachrichten auf einem Anrufbeantworter blieben unbeantwortet. Der Eigentümer setzt ihm eine Frist bis Mitte der Woche, ansonsten bekommt er die Rechnung gekürzt oder gestrichen, weil ein anderer seinen Schaden beheben wird. Und dann wundert man sich, dass (ACHTUNG: unqualifizierte Verallgemeierung) das Handwerk einen schlechten Ruf hat.

Dafür war am Samstag Abend überraschend der Küchenbauer an der Tür, weil er uns telefonisch nicht erreichen konnte. Dienstag!

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Zustand

Das Internet ist seit gestern wieder wackelig und quälend langsam, von den 16mbit sind wenn überhaupt messbar, gerade mal zwischen 3-5mbit übrig. An eine Runde BF3 online zum Abspannen ist so gar nicht zu denken, das Telefon ist gleich ganz aus. Das vermisse ich nicht. Der Provider prüft von fern und stellt fest, er kann den Splitter nicht erreichen, Kabelbruch oder defekt. Letzteres ist eher unwahrscheinlich, weil lokal zeigt er alles was er zeigen soll und kann. Ein Techniker vom Provider kommt somit am Samstag. Ich bin so was von genervt. Anyway, lamentieren hilft hier nicht weiter.

Dafür wurde heute tapeziert (die Jungs sind richtig klasse) und die Elektroanlage in der Küche ist zu 90% fertig montiert worden. Morgen wird gestrichen und der neue Boden verlegt, damit kann am Samstag endlich der sperrige Kühlschrank wieder aus dem Flur in die Küche geschoben werden. An dieses ‘um-ihn-herum-laufen’ gewöhnt man sich letztlich doch irgendwie, aber deswegen muss es nicht länger bleiben als nötig. Der Küchenbauer will bis Ende der kommenden Woche kommen, damit wären wir knapp eine Woche über Plan. Wir haben keine Lust mehr.

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Go

Die Gattin hat es angezettelt, geplant, forciert und letztlich auch durchgesetzt. Der Vertrag ist nun gezeichnet, die Küche wurde bestellt, die Anzahlung ist geleistet. Etwa Ende Januar 2012 stellt man uns in Aussicht geht es los. Da wartet noch einiges an Vorarbeit auf uns. Und weil mehrfach gefragt wurde, so hat die Gattin geplant:

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muss wohl

Der neue Kühlschrank steht und kühlt und gleich hole ich mir mein Eis.

Die Küche ist klein und bietet wenig Platz zur Entfaltung. Seinerzeit haben wir wirklich ‘gearbeitet’ um jeden Flecken ordentlich zu nutzen. Der olle Kühlschrank war noch einer von Quelle und war einer der wenigen mit einer Breite von 50 cm. Ein Geschenk, denn der zur Verfügung stehende Platz war just 51cm.

Sicher hätten wir wieder einen Schmalen nehmen können, doch haben wir immer wieder über die Platzverhältnisse im Kleinen geschimpft, deswegen ist es jetzt endlich ein 60-iger von Liebherr. Dafür musste aber ein kleiner Unterschrank samt der Arbeitsplatte weichen. Das alles war heute erfreulicherweise schnell gebaut, keine Blessuren oder Schäden an Mensch oder Material. Nur die kleine Küche sieht jetzt irgendwie beschädigt aus, so unfertig mit der hässlichen Lücke.

Wo wir vorher noch spekulierten, vielleicht mit ein paar Schönheitsreparaturen um die große Investition einer neue Küche herum kommen, sind wir uns jetzt doch einig, es gibt eine neue, mit Umbau und neuen Elektroleitungen und SchiSchi. Das mache ich selbst aber nicht mehr, das lassen wir machen. Eigentlich habe ich keine Lust das neben der Arbeit zusätzlich noch zu stemmen, da habe ich besseres im Sinn. Man wird ja auch einmal vernünftiger.

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Aufbackärger

Weil ich wir unter der Woche keinen Bock habe haben zum Bäcker zu fahren und sowohl die Gattin als auch ich derzeit zu Hause sind, könnten wir es ja mit Aufbackgedöns zum Frühstück versuchen. Schöne frische selbst gemachte und warme Backwaren, Kaffee im Bett auch unterhalb der Woche, ein herrlicher Gedanke.

Akt 1 – Dienstag => Aufbackbrötchen

Die Marke mit dem Edelmetall im Namen, es sollen angeblich Sonntagsbrötchen sein. Der Backofen auf 180°C bei ca. 8 Minuten solle die Brötchen fertig backen. Wir haben einen Elektrobackofen, ohne Umluft sondern nur Heizspirale von oben und basta. Im Laufe der Jahre lernt man schon, dass die Angaben auf den Verpackungen nur eventuelle Richtwerte sind, und sie sich wer auch immer wieder gerne ausdenkt. Den Ofen auf 200°C und die Brötchen ca. 10.Minuten eingelegt. Heraus kamen durchaus knusprige Brötchen mit einem etwas zu deutlichen Teiganteil im Inneren, als eine stellenweise kompakte Masse.*wtf*

Akt 2 – Mittwoch => erneute Aufbackbröchten

Den Rest der 8er Packung in den Ofen versenkt, dieses Mal mit den empfohlenen 180°C und satten 15 Minuten. Durch stetigen Blick ins Innere unseres treuen Ofens vergewissere ich mich, dass da drinnen nichts zu dunkel wird. Am Erlebnis vom Vortag ändert sich leider nichts. Ich beginne mich zu fragen wie die zeitlichen Bemessungen des Fertigbackens eigentlich ermittelt werden. Würfeln die, werfen sie Knochen, multiplizieren das Bellen des Hundes im Nachbargarten mit der Uhrzeit und teilen das Ergebnis durch 60?

Akt 3 – Donnerstag => scheiss aufs aufbacken

Toastbrot im ollen Braun. Der Toaster macht beim herunterdrücken des Aufzuges zwar Geräusche wie ein rostiger Tanker auf felsigen Grund, aber er funktioniert und wir bringen es nicht fertig ihn zu entsorgen. Das ist ‘der’ erste gemeinsam erstandene Toaster, den wir uns direkt nach dem Zusammenziehen gekauft haben. Das Ding hat auf Lebzeit eine Daseinberechtigung, egal wie er sich anhört. Wenn er nicht mehr tut, baue ich ihn um zur Vase oder was auch immer. Aber im Müll landet der ganz sicher nicht. Er fährt wunderbar krosse Scheiben hoch, prächtig. Nur nicht am Regler drehen, der steht schon seit Jahren in der Stellung und ist schlicht “perfekt”. Ich überlege beim warten der 3 Fuhre den Drehschalter, der die Bräunung des Toasts beeinflusst mit Sekundenkleber zu fixieren. Wenn der einmal verstellt ist, brauche ich wieder Jahre um die ideale Stellung zu ermitteln. Oder ich verstecke ihn, damit ihn außer mir keiner sonst benutzt. *ha*

Akt 4 – Freitag => Bagles zum aufbacken

Ein namenloses Produkt aus dem Nervmarkt mit dem “einmal hin…” und so. Der Ofen soll bei 170°C nach 3-5 Minuten wunderbare Bagles in die Welt entlassen. Der Ofen heizt auf die geforderten 170°C auf und die Delinquenten kommen auf den Rost. Nach 7 Minuten keine äußerliche Änderung in der Farbe, die Konsistenz außen ist jedoch recht kross. Einen Bagle fummle ich vom Rost um “hinein” zu schauen. Innen ist weiterhin eine relativ feste Masse aus Teig, das riecht auch noch nach Teig. Also wieder hinein und nochmal 5 Minuten warten. Danach war der Teigduft zwar weg und sie waren innen einigermaßen, doch außen konnte ich nur doppelkross feststellen. Man beißt also einmal rein und die umliegenden 1,5 Meter sind hemmungslos verkrümelt. Danke.

Macht alles keinen Spaß, Umluft soll ja angeblich besser sein. Ehrlich? Ich bezweifle das, vielmehr bin ich wohl den täuschenden Aufdrucken der Lebensmittelindustrie auf den Leim gegangen. Nichts macht mich mehr für ~1 Stunde grummliger, als ein Frühstück das nicht klappt. Kein Aufbacken mehr hier.

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