Shorties 117

  • Letztlich kann es mir egal sein wie es dem einen Mensch in meiner direkter Umgebung in seiner Unersättlichkeit ergeht. Es nervt mich zusehends weniger, auch weil ich mich aktiv aus seinem Umfeld entferne. Freundschaft wird zur losen Bekanntschaft degradiert.
  • Pfefferminztee schmeckt bei hier nur unterhalb 10° Außentemperatur.
  • Manchmal lohnt es sich in der Hotline mit etwas Nachhalt zu bohren. Ein sehr deutliches Internet-Upgrade, gleiches auch im TV beim Kabelanbieter und dabei fast keine Mehrkosten (2€ Differenz zu jetzt).
  • Ich habe mir Bastelarbeit beschafft und habe Spaß damit.
  • Zum Ausgleich zur Bastelarbeit hat mein FTP-Server, der die Backups des Webservers aufnimmt und auf dem heimischen QNAP-Nas läuft seinen Dienst eingestellt. Einfach so. *wtf
  • Fanta, MezzoMix, Sprite Zero ½ und ½ mit Medium Mineralwasser, oder Apfelsaftschorle. Nur Coke bleibt pur. Ist das das Alter, wenn die Geschmacksvorlieben ‘merkwürdig’ werden?Erschöpfung, Müdigkeit, Lustlosigkeit im Alltag. Hätte ich einen Pelz würde ich sagen die Vorbereitungen zum Winterschlaf sind voll im Gange.
  • In 10 Monaten geht es wieder nach Rhodos. frühbuchen ftw
  • Wie verzweifelt oder geldgeil muss man sein, um auf so eine Scheisse sinnvoll zu antworten:

  • Vienna ist wieder auf der Bühne, derzeit zwar nur in den USA, aber
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Sachen machen -Urlaubstag 10

  • Datum für den Wunschausflug verpasst, weil wir alle kein Kalendergefühl mehr haben.
  • Ich habe Nacken.
  • Menschen dabei beobachten wie sie beim Selfie möglichst relaxed ins Handy gucken und sich aber vorher um die vorteilhafteste Position, den Hintergrund usw. richtig stressen und teilweise mit dem anwesenden Partner (der offensichtlich nicht knipsen darf) auch noch zanken was richtig ist und was falsch.
  • Die Gattin hat den Schnupfen mittlerweile vollständig adaptiert.
  • Das Strandleben, das heute ruhigere Meer und das Hotel genossen.
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Beschimpfung des Tages

Ich hoffe Du verreckst.
 

Anlässlich einer augenscheinlich stark erregten Dame in der Mainzer Altstadt, die fest der Meinung war wir hätten ihr den Parkplatz genommen. Ob wir uns vorgedrängelt tatsächlich haben? Nun, ich glaube nicht, sie stand 10 Meter weiter und telefonierte in aller Seelenruhe außen an ihr Auto gelehnt, erst als Sie uns auf den freiwerdenden Parkplatz zusteuern sah, stieg sie flink ein, setzte den Rückwärtsgang und blinkte. Allerdings in der falschen Richtung, doch das kann ja mal passieren. 

Außerdem sei sie schliesslich Anwohnerin und die hätten immerhin ein Vorrecht auf die öffentlichen Parkplätze. Nun, erwiderte ich, von einem Vorrecht (*hihi nice try) könne nicht die Rede sein, dazu war nicht zu ersehen, dass sie einen Parkplatz sucht oder den just freiwerdenden Parkplatz für sich beansprucht und last-not-least: wer zuerst kommt parkt auch zuerst. Das diese meine Einstellung jetzt nicht zwingend de-eskalierend wirkt ist mir klar, insofern habe ich mir die Beschimpfung sicherlich verdient. Außerdem auch gelernt, das ein simpler Parkplatzstreit unglaubliche Mengen an überflüssigem Fremd-Adrenalin ausschütten kann.

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komischer Mensch

Er steht leicht unsicher neben mir, als ich beim Thai an der Theke meine Bestellung zum Mitnehmen aufgeben will. Ein gedrungner Mann mit einem glatten Gesicht, dem man sein Alter nur mit Mühe ansieht, eine blaue BaseCap auf dem Kopf. Die blonden Augenbrauen stehen im direkten Kontrast zu seinen tief-blau-schwarzen Haaren (miese Färbung). Ich schätze ich ihn auf Ende 50/Anfang 60, so in der Richtung. Seine linke Hand hält den Tresen fest, die Rechte weiß noch nicht so recht, ob sie in eine seiner Hosentaschen will, oder doch der linken Hand helfen muss. Er hat augenscheinlich ordentlich getankt, ziemlich sogar, ist aber scheinbar friedlich. Seine Augen kullern ein wenig, weil die Bedienungen geschäftig mit Teller und Gläsern an ihm vorbei wuseln. Es ist mir lustig mit anzusehen, wie er mit einer knappen Sekunde Verzögerung jeder vorbeieilenden Person hinterhersieht und dabei erfolgreich sein Gleichgewicht arangiert. Wenn die Hand nicht am Tresen wäre, sähe es sicher nicht so aus.

Meine Hose klingelt, ich ziehe das Phone aus der Tasche, die Bedienung hinterm Tresen sieht es und spricht nicht mich an, sondern den kleinen Mann. Der schafft es einigermaßen flüssig seine Bestellung um etwas Essbares aufzugeben, während ich meine WhatsApp beantworte. Er sieht es und fragt mich, was das immer für ein Geschiss ist, also das mit den iPhones und so. Ich verstehe die Frage nicht so recht, will eigentlich auch gar nicht und zucke nur neutral mit den Schultern. “Ne, ehrlich” meint er, “was ist das immer für ein Geschiss mit dem Scheiss.” Er lässt keinen Zweifel daran, dass er nun eine Antwort haben will. *sigh

Es telefoniert“, sage ich, “es kann schreiben und noch ein paar Sachen mehr. So halt”. Der Satz macht im Kontext zwar keinen Sinn, aber das merkt er sowieso nicht mehr. “Ah so”, sagt er angelegentlich und lässt seine andere Hand nun doch in die Tasche gleiten. “Und sonst”, will von mir noch wissen. “Alles prima” meine ich, “toller Tag heute“. Er nickt oder wackelt, so genau kann ich das nicht bestimmen. Er schaut mir aufs Ohr, oder das Kinn oder die Schulter. %Gesprächspause%

Sein Kopf schafft es irgendwie in die Richtung der Tür zu wackeln, wo gegenüber die beste Tochter von allen auf einem Sims sitzt und sich eine Kippe dreht. Sie wäre ein bisschen jung für mich und grinst anzüglich. “Ne” sage ich, “Tochter”. Er nickt. “Und wieso raucht sie?” will er wissen. “Das frage ich mich auch“, meine ich. Er verzieht den Mund zu einem Grinsen. Mein Essen kommt schon und ich will schnell zahlen. Er schaut mühsam nach unten, wo meine Hand am BookBook nach einem Geldschein fummelt. “Und wie ist das jetzt mit dem iPhone so“, will er wieder wissen. “Gut” sage ich, “keine Klagen”. Das reicht ihm, er dreht sich zur Theke und beachtet mich nicht weiter. Schnell weg.

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