Ausblick – quick shot

Mir macht die Wärme wenig, man passt sich und seine täglichen Gänge halt entsprechend an und reduziert die Tätigkeiten draußen auf die Abendstunden oder gleich gar nicht. Seit 3 Wochen ist es das erste Wochenende ohne der sowieso schon schwierigen Pflicht der Wohnungsauflösung und wir liegen zur Entspannung etwas draußen, zumindest solange es noch nicht so heiss ist.

Die Batterie der neuen Sennheiser halten ziemlich genau 6 Stunden, also wie versprochen. Das hätte ich jetzt nicht unbedingt erwartet, auf der anderen Seite warum denn nicht? Man ist schon so gewohnt von den diversen Herstellern über die Fähigkeiten ihrer Produkte belogen zu werden, man nimmt es einfach so hin. Nun, ich will es nicht mehr. Es wird zukünftig reklamiert sobald ein neues Produkt nicht den versprochenen Fähigkeiten nachkommt, zur Not auch hartnäckig bis etwas sinnvolles passiert. Diese Art der Toleranz, also bewusste Lügen der Hersteller hinzunehmen, schaffe ich bei mir ab.

Die Batterien gehen natürlich mitten im Freiluftbaden leer und natürlich habe ich die Powerbank vergessen. So kann ich dann aber daran teilhaben, wie auf der Liegewiese ein Dude eine weibliche Begleitung im Gespräch zu beeindrucken versucht. Die Begleitung ist eine sehr hübsch anzusehende Frau, sie spricht halt wenig und hört ihm mehr zu. Der Unterhaltung zwangsweise zu folgen ist nicht so schön wie Musik, aber auch unterhaltsam. Würde er leiser sprechen wäre ja alles gut, vermutlich gehört das zu Prozess der nachhaltigen Beeindruckung.

Jubiläum - der 2.500-ste Beitrag

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Traurig

Wir sitzen in einem Strassen-Cafe genießen die Sonne und den ersten Draußen-Espresso des Jahres. 50 Meter weiter spielt ein Straßen-Trio mit Klarinette, Flöte und Fagott gute klassische Musik, sehr angenehm und melodisch, Weisen die mir allesamt nicht unbekannt sind. Ist schön so mit allem. Am Nebentisch zappeln und schnattern 5 Grazien im Alter von 14/16 an der Grenze des erträglichen. Die Musik macht es aber für uns besser verdaulich.

Die Grazien nehmen irgendwann wahr, dass da Musik gespielt wird und fragen gegenseitig in die Runde wie das wohl heißt. Eine fragt Siri und hält das Handy hoch, Siri versagt, eine andere versucht Shazzam, das kann es auch nicht, die Dritte fragt irgendein Google Tool und ich kann den Mund nicht mehr halten.

Das ist Brindisi aus der Oper La Traviata von Guiseppe Verdi sage ich. Ich werde mit großen Augen bestaunt und bekomme noch eine Danke zu hören bis alle etwas etwas verschämt wegschauen. Nur eine Grazie notiert sich auf dem Handy, damit sie den Papa fragen kann ob er das hat erklärt sie. Danach sind die Grazien leiser und hören.

Ist schön so in der Sonne, Espresso vor mir, angenehme Musik. Ruhe.

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