Drogenkarriere

Little B. berichtet über Ihre Drogenkarriere, oder besser wie sie sie nicht begangen hat.

Es hat mich nie in die Richtung von Rauschmittel gezogen, selbst Alkohol wurde in der Jugend (bis auf wenigen sehr unrühmliche Ausnahmen) nur in Maßen konsumiert. In meinem Leben habe ich einen Joint geraucht und das auch nur völlig unfreiwillig.

Als Auszubildender mit 16 hatte man auch zu meiner Zeit kaum oder nur wenig Geld, wer rauchen wollte drehte selbst. Die In-Marken waren Schwarzer Krause, Javaanse Jongens oder Bison. Irgendwann hatte ich meinen Bison zu Hause vergessen und fragte in der Klasse, ob mich jemand drehen lassen würde. Ich bekam eine Tasche mit Bison und Papers von einem Kumpel, dreht mir zur anstehenden Pause eine Kippe die ich auch später rauchte. Schon kurz danach wurde mir hundeelend und kotzübel. Zuerst dachte ich mein Kreislauf spielt wieder verrückt, das war bei mir zu der Zeit so. Doch dieses fühlte sich völlig anders an, ich sass in der Ecke des Schulhofes und konnte nicht gerade gehen oder ruhig stehen, es wankte alles wie auf einem Schiff mit starken Seegang. Und ich wurde müde, sehr müde. Zum Pausierende konnte ich nicht zurück in die Klasse gehen, deswegen kam die Aufsicht, hob mich auf um mich zum Krankenzimmer zu führen. Ich habe davon nicht viel mitbekommen, angeblich hätte ich mich im Vorbeigehen in mindestens 2 Mülleimer übergeben. Es kam der Notarzt und der diagnostizierte anhand des an mir haftenden Geruchs und eine kurzen Untersuchung einen möglichen Joint. Das war morgens zum Ende ersten großen Pause gegen 10.00 Uhr.

Der Notarzt sah keine daher Veranlassung mich mitzunehmen, man solle mich auf der Krankenliege und mich ausschlafen lassen wurde mir berichtet. Gegen 16.00 Uhr wachte ich mit einem riesigen Hunger, Durst und der größten Kopfschmerzen der Welt auf. Nur mit Murren lies man mich mit dem Hause fahren, ich muss schlimm ausgesehen haben, fühlte mich aber munter genug und die Frischluft auf dem Fahrrad half auch.

Am nächsten Tag kam derjenige bei mir vorbei, der mir den Tabak am Vortag gegeben hatte um sich zu entschuldigen, er hatte mir versehentlich seine Party-Tasche mit Tabak gegeben. Zum Lachen war mir nicht zumute, weil auch noch Tage danach ging es mir elend und die Freude meiner Mutter über meinen Zustand war auch überschaubar.

Nie wieder Drogen und das habe ich trotz vieler Versuchungen im späteren Leben auch eingehalten.

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Schwer tun

Bücher wegzuwerfen ist wirklich schwer für mich. Bei denen hier hat es immerhin über 40 Jahre gedauert bis ich mich dann doch trennen konnte/wollte. Aber jetzt muss es sein, unter anderem brauchen wir den Regalplatz und der Dachspeicher ist nach der Wohungsräumung wieder zu voll.

alte Schulbücher aus verschiedenen Klassen
alte Schulbücher aus verschiedenen Klassen (klick für groß)
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