Never touch a running system

Die Backup-Anlage ist mittlerweile ‘dauerhaft’ ins RZ meines Arbeitgebers umgezogen. Weil am Schrank gearbeitet werden soll, muss ich meine Anlage (Router, USV, NAS) an einen anderen Platz verbringen. Das ganze Gedöns stört an der Stelle einfach und ich muss nicht haben, das während meines sehr schnell nahenden Urlaubs (YAY!) die Kollegen damit hantieren müssen. 

Muss doch schnell zu machen sein, Mittagspause, Anlage runter fahren, ausschalten, alles abbauen, zum neuen Schrank verbringen, dort aufbauen, alles verkabeln, im Rangierschrank neu patchen, Anlage starten, fertig. Sollte in kaum mehr als 15 Minuten zu machen sein.

In Wirklichkeit brauchte ich 90 Minuten, weil der Router sich nicht mehr mit dem Internet verbinden wollte. Nach 45 Minuten ratlosen Suchens, bestimmt 5 Neustarts des Routers und 3 Resets auf Factory Default habe ich den Übergabe-Router und den Port des Providers neu gestartet (soll man aus Gründen nicht), half auch nicht. 

Ich war mir sicher auf meiner Seite alles richtig gemacht zu haben, bleibt nur noch den Support des Providers anzurufen. Der stellt fest, dass der Übergabe-Router fest hängt und neu gestartet werden muss. Hätte ich auch früher drauf kommen können, aber auch der Neustart lässt meine Anlage im OfflineModus. Wir suchen noch etwas und er kann nichts mehr für mich tun, bei ihm ist alles so wie es sein soll.

Es wird Zeit komisch denken, deswegen das Kabel vom Router zum Rangierpatchfeld getauscht (nichts), dann den Port gewechselt (ping) . WTF Von 20 Patchfeldern mit 960 Patchdosen, von denen die Hälfte noch frei ist,  muss ich ausgerechnet die eine Dose erwischen, die frei UND defekt ist. *argh

NEVER TOUCH A RUNNING SYSTEM. 

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Schrauben vs. Fingernagel

Armaturenbretter im Auto sind voller Schrauben und Befestigungen und doch klappert es immer wieder da hinten drinnen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Autobauer mir das mit völliger Absicht antun, weil diese ganzen Schrauben und Winkel findet keiner, kann keiner finden, wenn er mal Hand an bestimmte Ecken im Wagen anlegen muss.

Einen Fingernagel weniger später hat die Gattin dann doch ein anderes Autoradio im Wagen, weil plötzlich möchte sie vom Smartphone doch auch mal Musik im Auto hören können.

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Wochenende

Am Wochenende sind wir nach 2 Wochen Hotelaufenthalt wieder zurück nach Hause. Ich finde keine Worte für das vorgefundene Chaos. Wenn je wieder einer zu mir sagt, dass man während der Umbauphase problemlos weiter wohnen kann, bekommt derjenige zuerst eine saftige Ohrfeige und wird dann aus der Wohnung geworfen.

Beim bauen kommt es immer zu Dreck und so weiter, doch die eigenen 4 Wände in einem Zustand nahe der völligen Verwüstung zu sehen, macht einen auch sprachlos. Dazu muss ich leider feststellen, dass die Leute des Innenausbaues wahre Pfuscher und Knorzer ihres Faches sind. Selten habe ich so miese Arbeit gesehen. Unser Tapezierer und wir standen einige Minuten vor den einzelnen Wänden und haben stumm die Köpfe geschüttelt vor Unverständnis, der Eigentümer nicht minder. Aber was hilft es jetzt, deswegen nochmal alles raus reißen und anständige Handwerker die Arbeit von vorne machen lassen? Das will keiner mehr, wir haben alle genug.

So haben die Gattin und ich nun unsere Wohnung wieder wohnlich gemacht, geputzt und gescheuert, geräumt, gemalert und vorbereitet. Heute kommen unsere Tapezierer wieder und machen den Rest, malern die restlichen Wände und lassen uns dann wieder alleine. Die Jungs sind wenigstens verlässlich und arbeiten gut, muss man nicht weiter kontrollieren. Wie werden dann heute Abend beginnen unsere Sache wieder einzusammeln und so weiter. Außerdem merkt man deutlich, man ist keine 20 mehr….

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HybridMac

Nun also doch, ich bin auch dem Geschwindigkeitsrausch einer SSD erlegen. Von einem Hybrid-Mac spricht man in der Regel, wenn sowohl eine reguläre Festplatte als auch eine SSD in einem Mac eingebaut wurde. Wenn man es herunter bricht ist eine SSD ein sehr großer Speicherstick, optimiert auf den stationären Einbau mit sehr schnellen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten. Der Nachteil an den SSDs ist allerdings derzeit noch, dass die großen Größen  > 256 GB mit bis zu 500€ und mehr doch recht teuer sind und nur die kleinen Größen < 128GB mit ca. 110€ relativ erschwinglich.

Mit einem Umbausatz wird das DVD Laufwerk aus dem MacBook entfernt und in ein externes Gehäuse mit USB-Anschluss verbannt, die SSD kommt an die Stelle des regulären Laufwerks, das reguläre Laufwerk an den Platz des DVD-Laufwerks, der mittels des Umbausatzes nun dafür auch geeignet ist. Der Umbau ist in einer Broschüre gut bebildert und dauert in etwa 20 Minuten. Dann wird binnen 6 Minuten(! – no shit!) eine komplett neue Installation von Mac OS X 10.8 von einer bootfähigen SD-Card auf die SSD ausgeführt und das neu erzeugte Nutzerprofil von der SSD auf die größere herkömmliche Festplatte ausgelagert, so dass nur das Mac OS X System auf der SSD läuft.

Leider musste ich erfahren, dass sowohl die Timecapusle, als auch der Migrationsassistent von der separat erzeugte Festplattenkopie so überhaupt nicht mit Symlinks können und daher das übergroße Nutzerprofil auf die SSD zu packen versuchen. Das scheitert natürlich, weil der Platz auf der SSD nun mal begrenzt ist. Nach etwas herum probieren und einmal Lehrgeld zahlen hat aber auch das geklappt.

Und was hat es gebracht:

  • Wieder viel gelernt, zumindest was die Internas eines Nutzerprofiles unter Mac angeht, sowie auch wie Mac OS X unter der Haube so tickt.
  • MORE POWER. Der Mac bootet quasi kalt in 14 Sekunden (vorher: 53 Sekunden), aus dem Hibernate wacht das MacBook sogar binnen 4 Sekunden (vorher ~25 Sekunden) auf.
  • Nach dem Fresh-Install habe ich meine vermissten 3 Stunden Batterielaufzeit fast komplett wieder zurück. Na also.

Fertig. Hat Spaß gemacht und jetzt muss ich mir was neues suchen.

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