Wasser

Wasser direkt aus der Leitung richtet wirklich schlimmes in meinem Magen an. Warum auch immer, Kaffee und Tee gehen ja, aber pures Leitungswasser ist binnen 20 Minuten die reine Qual (Krämpfe, Druck) für mich. Im Büro hat man aus Gründen sogenannte Wasserspender angeschafft die Wasser aus dem Hahn aufbereiten, dabei filtern und keimtechnisch abgrenzen, sowie mit unterschiedlichen Sprudelstufen versetzen.

Ich hielt bisher und halte auch weiterhin nichts von solchen Anlagen. Selbst wenn das Ding wie beworben filtert, es gibt keine sichtbare Wartungsanlage oder eine tauschbare Filtereinheit. Könnte ja auch Osmose sein, ist mir aber auch letztlich egal. Zumal immer wieder von entsprechenden Instituten ermittelt wird, das tauschbare Filter nur kurze Zeit nach dem frischen Einsatz ihr gewisse Wirkung entfalten und nach wenigen Gebrauchseinheiten rapide an Funktion einbüssen. Bei etwa 35%-45% (so mein derzeitiger Wissenstand) der eigentlich veranschlagten Lebensdauer ist die Wirkung eines Tauschfiltern quasi ZERO. Hat sich daran etwas geändert? Die einzige Person die mir in der Sache als vertrauenswürdiger Mensch einfällt und der mir das Wissen seinerzeit auch vermittelt hat, kann ich nicht mehr fragen. Er ist leider wegen seines leidenden Herzens verstorben. 

Egal, auch wenn mein Magen nicht so böse drauf reagieren würde, ich habe zu lange in dem Metier gearbeitet um dem Marketinggebrabbel zu glauben. Bin ich halt der Einzige der Wasserflaschen unter seinem Tisch hortet. Zudem schmeckt mir das Wasser aus dem Hahn nicht, das von mir bevorzugte Gerolsteiner Medium mundet besser.

Nachtrag: Gerade bei KR einen Wasserartikel gefunden.

Wasser ahoi

Seit etwa 2 Jahren kämpfte ich mit Wasser an Stellen wo es nun beileibe nicht hin gehört. Die Beifahrerseite des Wagen ähnelte zeitweise mehr einem Sumpfgebiet, als einem von Menschen begehbaren Innenraum. Zuerst dachte ich es wäre eine der im hinteren Fussraum deponierten kleinen Wasserflaschen geplatzt, doch die schiere Menge machte diese Ahnung gleich wieder wett. Auch ignorieren half nicht, denn die Glucks- und Sprudelgeräusche beim Fahren wurden so laut, dass ein entspanntes und reueloses Fahren nicht mehr möglich war. Da das Wasser unter dem Teppich war und ich kein Werkzeug habe um den Sitz aus dem Wagen zu hieven (Gurtrückholmechanismus gibt es auch noch), entschied ich mich den Teppich an 2 Stellen zu öffnen, um so an die schwammigen Dämmmatten zu kommen. Die liessen sich auch dann gut aus dem Flussbett schneiden und in den Keller zum trocknen verfrachten. Ich wurde des Zeitungsvorrates eines großteils der Nachbarschaft habhaft und stopfte diesen in die Hohlräume unter dem Teppich, um die Feuchtigkeit zu binden und den Wagen auf die Weise wieder trocken zu legen. Nach etwa 2 Wochen täglichem Wechseln der Zeitungen wurde der Wagen auch wieder trocken und ich hoffte den Wassereintritt nun easy zu finden. Doch der Wasserablaufkasten im Motorraum, die Regenabläufe, die Kanten, die Fenstergummies waren alle bombendicht. Ich fasste mir ein Herz und fuhr mit dem Wagen durch die Waschstrasse, ganze 3 Mal. Kein Wasser. Im Herbst 2014 stopfte ich die trockenen Dämmmatten wieder an ihre Stelle und dachte erstmal nicht mehr dran.

Die kalte Jahreszeit kam und die Scheiben des Corsa waren zeitweise so schlimm vereist, dass eine morgendliche Enteisung zeitlich kaum zu machen war.  Was macht man, wenn die Autoscheiben innen eine Eisschicht in einer gefühlten Stärke von >1 mm tragen? Das Wasser war also wieder da, quasi über Nacht. Mangels Garage erstand ich ein “Häubchen” um es über den Opel zu werfen und belies es erst einmal dabei. Geborenes Wasser auf gummierten Auto-Teppich ist störrisch wie Hölle. Der Corsa wurde quasi eingemottet, bis in den Frühling nahm ich mir vor. Hin und wieder öffnete ich unter der Haube die Fenster, damit über den Luftaustausch kein Schimmel entstehen konnte. Im Frühling machte ich mich wieder dran, den Innenraum trocken zu legen, Matten raus, Zeitungen schnorren, ausstopfen, tauschen, lüften, warten. Ein erneuter Stresstest in der Waschanlage verlief wieder negativ. Zu der Zeit begann ich den unsympathischen Teil der Nachbarschaft unter Generalverdacht zu stellen, ob von dort vielleicht ein gestörter Vollpfosten sein Unwesen treiben könnte und ich seinen Sinn für Humor korrigieren muss. Den Gedanken verwarf ich aber ob seiner Absurdität und verbrachte stattdessen den Wagen in die Werkstatt. Dort machte man diverse kleine Tests an den ‘bekannten’ Stellen, fand aber ebensowenig wie ich. Der Wagen war zudem wieder trocken und ich fuhr wieder, bis Mitte Sommer 2015.

Das verräterische Gluckern und Sprudeln nach heftigen Regenfällen (das Häubchen hatte ich mal vergessen aufzuziehen) deutet mir an, dass es mal wieder an der Zeit wäre die Zeitungen einzusammeln. Die Arbeit des Trockenlegens ging mir jedes Mal leichter und flotter von der Hand. Wir fuhren dann in den Sommerurlaub, der Corsa bliebt unter der Haube. Im Oktober 2015 wehte es nachts die Haube vom Wagen, nur damit der Regen ordentlich Angriffsfläche hatte.  Ich war maximal genervt, mir gingen sogar die vulgären Schimpfworte für Opel und den Corsa aus, aber es half nichts. Matten, Zeitungen, Haube, Stillstand. Den Winter über nutzten wir den Wagen der Gattin, der Corsa hielt Winterschlaf. Im März 2016 ging ich mal wieder auf die Suche, mehrfache Waschstrassendurchfahrten, Hochdruckreiniger, Wassereimer, nichts.

Die Schnauze gestrichen voll gab ich knirschend kleinbei und brachte das Dreckding mit dem Auftrag zur Werkstatt die Leckage zu suchen und zu finden. Wenn dabei der Wagen zerlegt werden müsse, sollen sie das halt tun. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum ich den Wagen nicht verkauft habe möchte ich anmerken, dann der durchaus ernstgemeinte Versuch an der Unverschämtheit und Unverfrorenheit meiner autokaufenden Mitmenschen gescheitert ist. Details will ich hier nicht erwähnen, zumal ich dabei recht schnell in die Ecke des Fremdenhasses und der ethnologischen Pauschalverurteilung käme. Außerdem bin ich kein Schwein und verkaufe etwas und erwähne einen bekannten Mangel nicht.

3 Tage später ward es dann geschafft, der Ablauf des Wasserkastens im Motorraum war nicht verstopft und auch nicht frei. Ab einer gewissen Menge Wasser konnte es nicht mehr abfliessen, es staute zurück in die Karosserie. Jedoch nicht so wie es die Autobauer mal geplant haben in einen Seitenholm des Wagens außerhalb des Fahrgastraums, sondern in den Türholm, dort sammelte es sich bis es ein gewisses Niveau erreicht war und floss dann beim Fahren über die Türschweller in den Innenraum. Man fand altes Laub, dass sich im Laufe der Zeit tief in den Ablauf gearbeitet hatte und dort sein Unwesen trieb. Das investierte Geld schmerzt etwas, weil ich grundsätzlich bessere Verwendungsmöglichkeiten für Geld habe, als es in Autos zu investieren, jedoch ich habe mein Auto wieder.

Shorties-99

  • OS X Yosemite ist für mich nur ein teilgelungenes Upgrade, es sind reichlich Baustellen vorhanden, die es eigentlich nicht durch einen ernsthaften Beta-Test hätten schaffen dürfen. Ein echtes Ärgernis indes sind die instabilen WLan-Connections. Aber Hauptsache blödsinnige Uhren mit allen möglichen Unrat drauf entwickeln.
  • Ein iOS-Device das auf 8.0x upgraded wurde hat Probleme beim WLan-Sync. Man muss das Device nach einem erfolgten Vorgang neu starten, oder erst per Kabel wieder anstecken. Die Lösung: a) iPhone => Einstellungen => Zurücksetzen => Netzwerkeinstellungen, b) danach iPhone per Kabel anstecken, neue Vertrauensabfrage bestätigen, WLan-Sync in iTunes deaktivieren, danach wieder re-aktivieren.
  • Flickr fürs iPad – es wird verdammt auch Zeit dafür.
  • Nico hat mal wieder recht: click
  • Nachdem ich fortwährend mit dem Kabel hängen blieb und mir dabei lästigerweise immer den Hörer vom Kopf zog, ward zornig Nägel mit Köpfen gemacht: Bluetooth Sennheiser MM450x – scheiss teuer und scheiss geil. Kein Kabel. Perfekt. Dafür musste jedoch der Rest des Geldsacks dran glauben.
  • btw: das Schätzspielchen habe ich diesmal ausgelassen. Ohne Grund.
    schätz_den_geldsack_2014_sw
  • Der Corsa ist weiterhin trocken, dafür sind die Scheiben häufig innen beschlagen, muss also doch noch irgendwo Feuchtigkeit sein.
  • Leider so wahr: click
  • Bisschen arg techniklastig sind die Shorties heuer schon.
  • Es ist auch wieder Zeit für ein Neuerwerb-Review der iTunes Library 2014: Bildschirmfoto 2014 12 18 um 19 22 39Tjanun…

Der Nachteil des elektronischen Lesens

Es gibt seit 2-3 Jahren weder Tageszeitungen, noch andere Magazine in diesem Haushalt, dennoch ist die Papiertonne regelmäßig voll. Meist Werbung und ungewolltes Gedöns aus dem Briefkasten, aber eben keine Zeitungen. Im Innenraum des Wagens hat sich tüchtig Wasser gesammelt und wie mir eine Nachbarin mehrfach und mit Nachdruck empfohlen hat, würde banales Zeitungspapier hier helfen die betroffenen Stellen wieder trocken zu bekommen.

Fragt man halt bei den Nachbarn. Doch natürlich haben alle zeitungslesenden Menschen in der direkten Umgebung just gerade alle Altexemplare entsorgt und just einen Tag später wurden die Papiertonnen geleert. Natürlich.

Das Zeitungsbudchen im Ort hat auch keine Altzeitungen mehr, die unverkauften Exemplare werden am nächsten Tag zurück geschickt, sonst müsse man die voll bezahlen. Bildzeitung auch? Nein, sagt die Betreiberin, die verkaufen sich jeden Tag auf Null. So nahm ich mir 3 Ausgaben der aktuellen FAZ (weil viel Papier) mit.

Doch ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht, denn das Wasser hat sich nach etwas vorsichtigem Schneiden unter den Teppichen gesammelt, scheinbar verteilt über den gesamten Beifahrerraum. Aufmerksam geworden bin ich, als eines Morgens die Innenseite der Scheiben im Corsa rund herum beschlagen waren und eine eigentlich noch geschlossene kleine Flasche Trinkwasser im Fussraum liegend nur noch ¼ Inhalt hatte. Eilig fühlte ich unter den Fussmatten nach und stellte nahezu überall eine gewisse Feuchtigkeit fest. Viel zuviel für so ein kleine Flasche.

Die Sitze kann ich nicht ausbauen, weil darunter Technik (Gurtrückholdingsda, ….) und mehr verbaut ist und ich auch nicht das passende Werkzeug dazu habe. In die Werkstatt gehe ich derzeit auch nicht, das würde ich Unsummen kosten. Deswegen habe ich mich entschlossen den Teppich mit einem Messer selbst zu öffnen, irgendwo muss ich ja anfangen.

Die darunter liegenden Dämm-Flies-Matten aus einer Art Mull sind nicht nur feucht, sondern gleich klatschnass. Mit dem Daumen kann man an beliebigen Stellen sehr ordentliche Wasserlachen andrücken. Mit einem Messer habe ich die Matten dann notgedrungen an den Rändern der Teppichschnitte in handlichere Stücke zerkleinert und aus dem Wagen geholt. Die frei gewordenen Zwischenräume habe ich großzügig mit FAZ-Zeitungspapier ausgefüllt, um die restliche Feuchtigkeit aus dem Wagen zu holen. Es scheint auch zu funktionieren, die Zeitungen im vorderen Bereich sind nach 2 Tagen kaum noch feucht, der hintere Bereich wird besser.

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An den Dichtungen der Türen und der Hecklappe habe ich derweil dünnes Papier angebracht, um als Indikator auf mögliche Undichten hinzuweisen. Der wenige Regen in den letzten Tagen, sowie ein paar Versuche mit Wasserflaschen haben hier keine Aufklärung gebracht, also sind Türen und Fenster wohl dicht. Im Fussboden sind alle Stopfen vorhanden, keine sichtbaren Löcher. Der weitere Plan ist den Innenraum soweit möglich wieder trocken zu bekommen um dann gezielter nach der Undichten zu suchen. Am ehesten werde ich dann wohl mal in eine Waschanlage fahren.